Geschichte der Harder-Potschete in Interlaken
Stelldichein der Geisterwelt
«Potschen»
Umzug und Maskenprämierung
Sonnenwendfeier und Bubenkriege
Harder-Potschete-Verein
Seit 1955 war es der «Marktgassleist», dem das Verdienst zukommt, dem Brauch die heutige Form gegeben zu haben: Der «Marktgassleist» war ein Zusammenschluss aller an der Marktgasse ansässigen Geschäftsleute. 1983 wurde der Leist durch einen Trägerverein abgelöst. Der Verein gibt zum «2. Jänner» den satirischen «2. Jänner-Knacker» heraus, in dem jeweils gewisse Begebenheiten aus dem dörflichen Geschehen mehr oder weniger humorvoll abgedruckt, in dem aber auch einzelne Personen aufs Korn genommen werden. An einem Stand auf dem Marktplatz kann man sich geschnitzte Fratzen als Anhänger oder Amulette erstehen und wer sich innerlich erwärmen will, der erhält gegen gutes Geld heisse Würstchen mit Brot, «Chäsbrätel», Suppe oder heisse Marroni. Aus dem Erlös finanziert der Harder-Potschete-Verein die Anschaffung neuer Masken, die Prämien, Inserate und sonstige Unkosten, die der Anlass eben mit sich bringt.
Quellen: Archiv Harder-Potschete- Verein, Interlaken; Harderpotschete in Interlaken, Rudolf Gallati aus «Das Jahr der Schweiz in Fest und Brauch», Artemis-Verlag Zürich.